Kann uns die Erforschung von Tod und Sterben mehr mit unserer Essenz verbinden, weil wir uns auf die Kontaktstelle zwischen Dies- und Jenseits einlassen?

Was denkst du über den Tod? Ist dein Tod Teil deines Bewusstseins, während du ganz lebst?
Hast du schon Sterbende begleitet?
Ist der Tod unsere Chance, an die Schwelle zu treten zwischen den Welten, um wieder in Kontakt zu treten mit unserem Ursprung?
- Thomas Hübl
Im Audio-Vortrag von Thomas Hübl mit dem Titel „Leben, Tod und Transzendenz”, (Medienstore) in dem er schreibt: Wenn wir uns bewusst mit dem Sterben auseinandersetzen, können wir eine neue Kultur des Sterbens schaffen. Er beschreibt, wie wir natürliche Zerfallsprozesse als Teil des Lebens erkennen, wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit hilft wahrzunehmen, was wir an Liebe und Dankbarkeit noch zurückhalten, und wie spirituelle Praxis auch im eigenen Sterbeprozess trägt.
- Elisabeth Kübler-Ross erhielt im Laufe ihrer Karriere 23 Ehrendoktortitel.
Sie gilt damit als eine der wissenschaftlich am meisten ausgezeichneten Frauen der Welt. Neben diesen Titeln erhielt sie über 100 weitere Auszeichnungen für ihre Pionierarbeit in der Sterbe- und Trauerforschung. Auf dieser Grundlage folgt bis heute eine differenzierte Weiterführung der Sterbeforschung.
Elisabeth Kübler-Ross (1926–2004) war eine schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin und Pionierin der Sterbeforschung. Mit ihrem 1969 erschienenen Buch „Interviews mit Sterbenden“ und dem darin vorgestellten 5-Phasen-Modell (Nicht-Wahrhaben-Wollen, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz) revolutionierte sie die Begleitung Schwerkranker und förderte die Hospizbewegung maßgeblich.
Wichtige Eckdaten:
- Geburt/Tod: 8. Juli 1926 in Zürich; † 24. August 2004 in Scottsdale, Arizona.
- Ausbildung/Wirkung: Studium in Zürich, danach Umzug in die USA. Arbeit als Psychiaterin in Chicago.
- Hauptwerk: Sie führte bahnbrechende Interviews mit Sterbenden und gab ihnen eine Stimme.(1969):
- Leistung: Sie lehrte einen würdevollen Umgang mit dem Tod und Reinkarnation und verfasste 24 Bücher, die in 36 Sprachen übersetzt wurden.
In ihren späteren Jahren widmete sie sich intensiv der Arbeit mit AIDS-kranken Kindern und hielt weltweit Seminare. Sie gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. In Konzentrationslagern fand sie Bilder von Schmetterlingen, die die sterbenden Kinder in die Wände gekratzt hatten.
Film: Dem Tod ins Gesicht sehen. (DE/EN)
- Buddhismus:
„Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ (750 n. Chr.)
Buddhisten glauben, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein Übergang (Wiedergeburt) im ewigen Kreislauf des Daseins, genannt Samsara. Das Bewusstsein verlässt den Körper und nimmt, abhängig vom Karma (den Taten und Absichten im Leben), eine neue Form an. Das ultimative Ziel ist das Nirwana, das Auslöschen des Leidens und das Ende der Wiedergeburten.
Kernaspekte des buddhistischen Glaubens nach dem Tod:
- Wiedergeburt statt Reinkarnation: Im Gegensatz zur Seelenwanderung wird im Buddhismus keine ewige Seele wiedergeboren, sondern ein „Bewusstseinsstrom“ oder energetisches Kontinuum.
- Karma bestimmt die Zukunft: Die Handlungen, Gedanken und Absichten dieses Lebens bestimmen die Lebensumstände des nächsten Lebens
- Zwischenzustand (Bardo): Besonders im tibetischen Buddhismus wird an einen 49-tägigen Übergangszustand (Bardo) geglaubt, in dem sich der Geist auf die neue Existenz vorbereitet.
- Nirvana: Ziel ist es, den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen und den Zustand vollkommener Erleuchtung (Nirvana) zu erreichen.
- Reines Land (Mahayana-Buddhismus): Einige Traditionen glauben, dass man nach dem Tod in einem „Reinen Land“ wiedergeboren werden kann, um von dort aus leichter die Erleuchtung zu erlangen.
Der Tod wird als natürlicher Teil des Lebens angesehen, weshalb ihm oft mit Ruhe und einer Vorbereitung auf den Übergang begegnet wird.
Welche Lehren und Bücher kannst du zum Thema Sterben und Tod empfehlen? Was erfährst du in deiner Innenerforschung?


